Ewelme Cottage, Highwic

Da wir schon seit längerer Zeit das Ewelme Cottage in Parnell besuchen wollten, haben wir das letzten Sonntag mal in Angriff genommen. Gebaut wurde es 1863-64 für Reverent Vicesimus Lush. Wir haben uns also die verschiedenen Zimmer angeschaut, den Familienstammbaum und den Garten. Damals wurde auch ein Eichenbaum gepflanzt, der leider 2 Tage bevor wir dort waren umgefallen ist. Es war recht witzig, da uns gesagt wurde, dass der Baum noch nicht weggeräumt wurde. Dann kamen wir in den Garten und dort lag im hinteren Teil eine rießige Eiche. Als ob man die einfach mal schnell wegräumen könnte. Für uns Europäer ist ein Haus von 1863 natürlich nicht alt, aber für die Neuseeländer schon!

Danach sind wir auf ein Spanish Concert gegangen. Eine Freundin hatte den Flyer für diese Veranstaltung in der Bibliothek gesehen und wir dachten wir gehen einfach mal hin. 1 h lang wurden auf einer Bühne spanische Tänze aufgeführt. Es war nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Danach sind wir noch zu einem anderen älteren Haus in Auckland gefahren. Dieses nennt sich Highwic. Dort wurde eine kleine Gartenparty veranstaltet mit Picnic und ein paar Spielen. Wir wollten uns das Haus eigentlich nicht von innen anschauen, da wir schon 8,50 NZD für die Ewelme Cottage Besichtigung bezahlt hatten und nicht noch einmal so viel ausgeben wollten. Jedoch ist niemand im Eingangsbereich gewesen, da alle im Garten mit Aufräumen beschäftigt waren. Deshalb haben wir uns mal schnell und heimlich die Räume angeschaut und sind unbemerkt wieder verschwunden. Wieder mal Geld gespart ;-) .

2 Kommentare 2.11.11 23:57, kommentieren

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Wellington - The Coolest Little Capital in the World

Am Montag war hier in NZ Feiertag (Labour Day) und da ich in den Ferien so viel gearbeitet habe, hatte ich den Freitag noch frei bekommen. Perfekt um übers Labour Weekend nach Wellington zu fliegen. Die Hauptstadt Neuseelands hat im Gegensatz zu Auckland (1,5 Mio.) nur knapp 450.000 Einwohner. Die Stadt wird von der einen Seite vom Meer und von der anderen Seite von Bergen eingeschlossen. Der Flughafen ist auch nicht besonders groß, aber immerhin größer als auf Rarotonga ;-). Das Bussystem ist wirklich super, alle 15 min fährt ein Bus vom Flughafen nach Downtown. Nachdem ich mich in meinem Hostel direkt am Hafen eingecheckt habe (in dem übrigens die Queen 1953 während ihrer Krönungstour gewohnt hat), bin ich gleich mal los um mir Downtown etwas genauer anzusehen. Die National Library hatte leider wegen Umbauarbeiten geschlossen, aber das war nicht weiter tragisch. Ich bin also weiter ins National Archive. Dort liegt der Original Treaty of Waitangi. Danach ging es in 2 berühmte Kirchen Wellingtons, Cathedral Church of St. Paul´s und Old St. Paul´s Church. Gleich daneben stehen die Gebäude des Parlaments. Aneinandergereiht kann man das Beehive (Sitz der Regierung, sieht aus wie ein Bienenkorb), das Parliament House und die Parliamentary Library sehen.  Sie sind miteinander verbunden, jedoch optisch passen sie nicht sehr gut zusammen. Das Beehive ist ein moderner Rundbau, Parliament House besteht aus Granit und Takaka-Marmor und ist im Stil der britischen Neorenaissance erbaut worden. Die Bücherei wurde 1899 gebaut und besitzt einen viktorianisch, gotischen Stil. Führungen gibt es zu jeder vollen Stunde. Dabei wird man auch in den Keller geführt und kann sich die Grundmauern anschauen, die durch bestimmte Techniken erdbebensicher gemacht wurden. Danach bin ich noch die Haupteinkaufsstraße Wellingtons, den “Lambton Quay” entlanggelaufen. Dort steht auch die “Old Bank”, in der sich heute Einkaufsboutiquen befinden, jedoch hat das Gebäude sein Flair einer alten Bank behalten. Samstags hatte ich einmal den Walk Wellington gebucht, bei dem man 2 ½ h zu Fuß in Wellington mit Erklärungen herumgeführt wird. Das war wirklich sehr interessant. Danach hatte ich noch eine “Seal Coast Safari” gebucht. Mit einem Jeep ging es auf Feldwegen über die Berge und am Strand entlang bis zu den Robben, die dort an den Kliffen leben. Da sie nachts fischen und am Tag faul im Sand oder auf Steinen herumliegen, konnten wir sie sehr gut aus nächster Nähe beobachten und fotografieren. Sonntags war dann mein Museumstag. Eines der berühmtesten Museen Neuseelands ist das “Te Papa Tongarewa Museum”. Dort kann man zum Beispiel den “Colossal squid” sehen, einen riesigen Tintenfisch, der 12-14 m lang ist. Toll fande ich auch die riesige Neuseelandkarte, die sich auf dem Boden befand. Man konnte quasi mit ein paar Schritten von Auckland nach Wellington oder weiter auf die Südinsel laufen. Alle Ausstellungsstücke befinden sich im 1-4 Stock, für den Fall eines Tsunamis. Danach ging es weiter ins “City and Sea Maritime Museum”, jedoch fande ich das in Auckland besser. Um 21 Uhr habe ich mir dann mit ein paar anderen Mädels, die ich im Hostel kennengelernt habe, das Rugbyfinale Neuseeland gegen Frankreich in der Fanzone am Hafen angeschaut. Natürlich haben die All Blacks gewonnen ;-).
Am Montag bin ich dann noch mit dem Cable Car gefahren. Die Strecke war recht kurz, die Aussicht jedoch wunderbar. Dort habe ich mir dann das “Cable Car Museum” angeschaut, bin etwas im Botanischen Garten herumgelaufen und war im “Carter Observatory”.  Zunächst habe ich mir dort im Planetarium einen Film über die Mondlandung und den Wettstreit zwischen USA und der Sowjetunion angesehen,. Daraufhin wurden noch verschiedene Sternkonstellationen erklärt und wie man durch 2 bestimmte Sterne immer den Süden finden kann. Danach konnte man sich noch die Ausstellung über das Weltall, die verschiedenen Planeten, Sterne, Raketen, etc. anschauen. Am Ende des Tages ging es dann wieder zurück nach Auckland.

 

P.S.: Leute, ich möchte Kommentare! ;-)

6 Kommentare 26.10.11 02:18, kommentieren

Urlaub auf den Cook Islands

Ein weiterer positiver Aspekt, der für Neuseeland spricht: Man hat die Südsee quasi vor der Haustüre. Die normalen Urlaubsziele der Neuseeländer sind Fiji, Samoa, Vanuatu, Tonga und natürlich die Cook Inseln. Nach gewissenhafter Abwägung hatte ich mich letztlich entschieden meinen 1. Urlaub auf der Hauptinsel Rarotonga der Cook Islands zu verbringen. Am Freitag Abend bin ich also um 19:15 in Auckland losgeflogen und 3 ½ h später Freitag Morgen um 0:10 in Rarotonga angekommen. Da ich die Datumsgrenze überschritten hatte, hatte ich somit 2 Freitage und meine 8-Tage-Woche. Das war wirklich nicht schlecht! Der Flughafen bestand aus 1 Halle, in der Passkontrolle, Gepäckband und Gepäckkontrolle Platz fanden. In der Mitte saß ein Einheimischer mit Hut und Gitarre und hat ein Willkommensständchen für die Touristen gespielt bzw. gesungen. Für meinen Aufenthalt hatte ich ein Zimmer in einem Hostel gebucht, von dem mich auch eine Mitarbeiterin vom Flughafen abgeholt hat. Da es zu diesem Zeitpunkt dunkel war, konnte ich leider nicht sehr viel während der 15-minütigen Fahrt ans andere Ende der Insel sehen. Dort angekommen wurde mir mein Zimmer aufgeschlossen und ich sollte dann am nächsten Morgen ab 9 Uhr einchecken. Soweit so gut. Um meinen Eltern mitzuteilen, dass alles geklappt hat und ich gut angekommen bin, wollte ich noch schnell eine SMS an sie verschicken. Aber natürlich hatte ich keinen Empfang, weder mit O2, noch mit meinem neuseeländischen Anbieter. Da ich dagegen nichts unternehmen konnte, bin ich also erst einmal schlafen gegangen. Am nächsten Morgen habe ich im Office erst einmal eingecheckt und dann wollte ich natürlich das Meer sehen, welches ich nachts von meinem Zimmer aus schon gehört hatte. Dieses musste ich auch nicht lange suchen. Von meinem Zimmer bin ich durch den Gemeinschaftsraum gelaufen, dann 5 Meter weiter befand sich das Beach Deck, woran sich Strand und Meer angeschlossen haben. Da Muri Beach den schönsten Strand in ganz Rarotonga hat, hatte ich mir dieses Hostel ausgesucht. Wenn man sich Südsee vorstellt, dann genau so! Palmen, weißer Sandstrand, und klares türkisfarbenes Wasser. Einfach traumhaft!

 

 Am Samstag war ich dann auf dem Punanga Nui Market und habe die Waren, die die Einheimischen dort anbieten, etwas genauer unter die Lupe genommen. Dort bieten sie Muschelketten, Schwarze Cook Island  Perlen, Sarongs, Kleider, Blumenkränze, Holzartikel, Früchte, Gemüset, etc. an. An diesem Abend habe ich dann auch erstmals Kontakt zur Außenwelt aufgenommen und mit einer Telefonkarte für 10 Dollar ganze 4 Minuten in Deutschland angerufen!

Sonntags hatte ich eine Lagoon Cruise mit einem Glass Bottom Boat gebucht. Zunächst sind wir in ein Riff gefahren um zu Schnorcheln. Ich bin dabei in einen Schwarm von Butterfly-Fischen hineingeschwommen, die somit direkt vor meinem Gesicht geschwommen sind. Das war wirklich schön. Danach gab es auf einer kleinen Insel BBQ Lunch und eine Kokosnussshow. S wurden die verschiedenen Stadien der Kokosnuss erklärt, Proben verteilt und jemand ist auf zwei Palmen geklettert um für uns Kokosnüsse herunterzuwerfen. Zum Abschluss hat jeder eine kleine Krabbe bekommen und es wurde ein Krabbenrennen veranstaltet. 1. Preis eine Kokosnuss!

Montags ging es dann auf Safari Tour. Ich habe einen Wasserfall besucht, ein Marae (auf den Cook Inseln gibt es kein Versammlungshaus wie in NZ, sondern das Marae besteht nur aus einem Platz mit Steinen zum Sitzen und einem Altar um den Göttern Früchte zu opfern) und ein historischer Platz an dem wahrscheinlich die ersten Polynesier mit 7 Kanus gelandet sind um Rarotonga zu besiedeln. Danach ging es mit den Jeeps in die Berge um eine tolle Aussicht auf die Insel zu haben. Während dieser Fahrt konnte ich leider keine Bilder machen, da ich meine beiden Arme gebraucht habe um mich festzuhalten. Unsere Fahrbahn konnte nicht als Straße bezeichnet werden, Weg oder Pfad wäre auch noch zu viel.

In der Nähe meiner Unterkunft gab es das Te Vara Nui Village. Dort hatte ich meinen letzten Ausflug gebucht. Um 17 Uhr ging dort die Führung durch das Dorf los. Dieses ist durch zwei große Tore verschlossen. Jemand aus unserer Gruppe wurde ausgewählt um einige Worte auf Maori zu sprechen und sich als Krieger auszuweisen, damit uns die Tore geöffnet wurden. Die Einheimischen trugen die traditionelle Kleidung und führten uns im Dorf herum. Es wurde wieder die Besiedlungsgeschichte durch die Polynesier erzählt, es gab ein Marae (wieder “nur” ein Versammlungsplatz), eine Medizinerhütte (mit “Kostproben&rdquo und uns wurde die Kunst des Fischens, die traditionelle Kleidung, Schmuck ,die Flechtkunst und die Übermittlung von Zeichen durch verschiedene Klänge von Instrumenten vorgestellt. Natürlich gab es auch wieder eine Kokosnussshow. Danach gab es ein Buffet, wobei  alle Tische um eine kleine Insel, die sich im Wasser befand, angeordnet waren. Auf dieser Insel fand dann später die Over Water Night Show statt. Es wurde die Geschichte von einem Häuptling und seiner Tochter erzählt, die verheiratet werden sollte. Dazu gab es verschiedene Tänze, z.B. auch einen Feuertanz. Das Ganze wurde noch musikalisch live begleitet. Die traditionellen Tänze waren wirklich toll und die Atmosphäre hat natürlich auch ihren Teil dazu beigetragen.

Ansonsten habe ich die Zeit meistens auf dem Beach Deck verbracht, mein Buch gelesen, mich gesonnt, bin schwimmen gegangen und  habe den Wellen in der Ferne zugeschaut, die auf dem Riff aufgeschlagen sind.

Ich kann also sagen der Urlaub hat sich wirklich gelohnt. Ich hatte meistens super Wetter, habe viele nette Leute kennengelernt, mit denen ich meine Abende verbracht habe und den Strand hatte man fast für sich alleine. So etwas wie Massentourismus gibt es dort nicht, wobei das auf dieser kleinen Insel auch nicht möglich wäre. Wenn man am Strand entlangläuft fühlt man sich wirklich etwas wie Robinson Crusoe.

Wenn man sich dann langsam eingewöhnt hat, geht es dann bald auch schon wieder nach Hause - also zurück nach Neuseeland. Donnerstags um 17:30 Uhr bin ich losgeflogen und 4 h 15 min später, Freitags um 21:00 Uhr in Auckland angekommen. Ab Montag sind Schulferien, d.h. ich bin nun für die nächsten 2 Wochen voll im Einsatz!



2 Kommentare 10.10.11 10:49, kommentieren

Ausflug Northland - Waitangi, Paihia, Waipoua Kauriforest, Kauri Museum

Für dieses Wochenende hatte ich mit 3 anderen Mädchen einen zweitägigen Ausflug hoch ins Northland geplant. Die Strecke beträgt ca. 230 km und dauert um die 3 Stunden. Unser 1. Ziel war Paihia (Kleinstadt in den Bay of Islands). Direkt neben Paihia liegen nämlich die Waitangi Treaty Grounds. Am 6. Februar 1840 wurde in einem Zelt vor dem “Treaty House” der Vertrag von Waitangi von Vertretern Großbritanniens und einigen Maoriführern gemeinsam geschlossen. Durch diesen Staatsvertrag wurde Neuseeland offiziell eine Kolonie und gehört somit zum Britischen Empire. Der Vertrag gilt als legitimes Abkommen für das künftige Zusammenleben der britischen Siedler und neuseeländischen Ureinwohner. Dieses Datum wird als “Geburtsstunde” des modernen Neuseelands gesehen. Am 6. Februar ist der Nationalfeiertag des Landes, genannt Waitangi Day. Auf dem Gelände des Treaty House kann man sich ein Versammlungshaus der Maori (Te Whare Ruanga), also ein Marae, einen Flaggenmast (kennzeichnet die Stelle an der der Vertrag unterschrieben wurde, es ist die NZ Flagge und die Flagge der Maori gehisst) und ein Bootshaus mit einem großen Waka (Kriegskanu) anschauen. Zunächst haben wir uns einen kleinen Film im Visitor Centre zu diesem Thema angeschaut, dann ging es weiter zum Waka, welches 35 m lang ist und aus einem Kauribaum geschnitzt wurde. Der Name des Waka ist übrigens Ngatokimatawhaorua und um es sicher auf dem Wasser zu fahren braucht man mindestens 76 Ruderer. Weiter ging es dann zum Flaggenmast, zum Marae und zum Treaty House. Das Treaty House ist eine Original Britische Residenz und wurde zwischen 1833 und 1834 erbaut und damals von James Busby bewohnt. Dieser wurde von der Krone nach Neuseeland geschickt um den britischen Handel zu überwachen und Streitigkeiten zwischen Weißen und Maori zu schlichten. Er hat zusammen mit James Freeman den Vertrag von Waitangi ausgearbeitet.

Nachdem wir uns also diesen historischen Ort angesehen hatten, sind wir zurück nach Paihia gefahren. Da es für eine Bay of Islands Rundfahrt leider schon zu spät war, entschieden wir uns für einen Abstecher zu den Haruru Falls, einem schönen Wasserfall. Danach haben wir im Hostel eingecheckt, sind noch etwas im Stadtzentrum herumgeschlendert und haben uns danach unser Abendessen gekocht. Später ging es noch in eine Bar um das Rugbyspiel Neuseeland gegen Frankreich anzuschauen und mit Cocktails auf unseren Ausflug anzustoßen.

 

Am nächsten Tag ging es dann in Richtung Waipoua Kauri Forest. Auf dem Weg legten wir noch einen kurzen Stopp in Opononi ein, mit einem schönen Ausblick auf die dortigen Sanddünen. Im Waipoua Kauri Forest stehen ca. ¾ aller Kauribäume in Neuseeland. Er ist jedoch nur ein Überrest der Wälder, die vor der Ankunft der Siedler das gesamte Northland bedeckten. In diesem Wald steht Tane Mahuta, der “Lord of the forest”. Dieser gigantische Kauribaum ist 51,5 m hoch (Stammhöhe 17,7m), hat einen Umfang von 13,8 m und ist ca. 2000 Jahr alt. Er ist wohl der berühmteste Kauri Neuseelands. Noch etwas weiter im Forest steht Te Mahuta Ngahere “Father of the forest”. Sein Stamm ist 10, 21 m hoch, er ist also nur geringfügig kleiner, jedoch wird er noch einmal um 1000 Jahre älter geschätzt. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl vor diesen gigantischen Baumriesen zu stehen, die mehrere Tausend Jahre alt sind. Während unserer Wanderung zu den Kauribäumen hatte es auch noch angefangen zu regnen und man konnte dem Klang des Waldes zuhören, während Millionen von Wassertropfen von einem Blatt auf das Nächste gefallen sind. Nach diesem Erlebnis ging es auf der Heimreise noch ins Kauri Museum. Dort gab es Filmsequenzen und Ausstellungsstücke von der Abholzung der Kauribäume, ihrer Verarbeitung bis hin zum Endprodukt. Außerdem gab es einen ganzen Raum voll mit Kauri Gum Produkten. Zum Beispiel eingeschlossene Schmetterlinge, Bienen und Mücken in Kauri Gum, Schmuck und kleine gegossene Schiffe, Muscheln, Kreuze, etc. . Nach diesem letzten Besuch ging es wieder zurück nach Auckland.

 

Nächste Woche gibt es keinen Blogeintrag, da ich vom stressigen Au Pair Leben eine Pause brauche und erstmal Urlaub auf den Cook Inseln mache ;-).

4 Kommentare 27.9.11 01:40, kommentieren

Art Gallery & Auckland Museum

Da das Wetter sehr schlecht für das Wochenende gemeldet war, habe ich mich entschieden etwas kulturelles zu unternehmen. Am Samstag war ich also in der Art Gallery. Dazu gibt es jedoch nicht so viel zu berichten. Eben viele Gemälde, Ausstellungsstücke, etc. . Im Foyer hing ein gigantischer Blumenstrauß an der Decke. Durch einige Seilkonstruktionen haben sich die einzelnen Blumenköpfe geöffnet und es hatte den anschein, als wäre der Straunß lebendig. Ebenfalls besonders ist eine ganze Abteilung mit Maorigemälden, mit Häuptlingen und ein paar Schlachten. 3 Stockwerke sind jedoch für einen Tag einfach zu viel.

 

Am Sonntag ging es dann in das Auckland Museum (Auckland War Memorial Museum). Auch hierzu gibt es nicht all zu viel zu berichten, man muss eben einfach selbst dort gewesen sein. Das Museum beherbergt ein rießiges Marae und ein rießiges Waka (ein Kriegskanu der Maori). Außerdem interessant ist eine Nachstellung eines Vulkanausbruchs. Man sitzt in einem Wohnzimmer und schaut die aktuellen Nachrichten. Auf der einen Seite ist ein großes Fenster, mit Ausblick auf Rangitoto und das Meer. Auf einmal flackert das Licht, das Haus erbebt und die Fensterprojektion zeigt einen Vulkanausbruch mitten im Meer. Eine schwarze Rauchwolke kommt direkt auf das Haus zu. Wieder wackelt alles und es ist dunkel. Nachdem sich der Rauch gelichtet hat, ist alles verwüstet und neben Rangitoto ist ein neuer Vulkan entstanden. Es war wirklich nicht schlecht gemacht.

 

Danach sind wir an den Hafen gelaufen, an dem im Moment ein rießiger aufgeblasener Rugbyball steht. In diesem kann man sich eine 10 min. audiovisuelle Reise durch Neuseeland anschauen. Dazu kann man sich auf den Boden legen, denn die Projektionswand ist die gesamte Rugbykuppel an der Decke. Dieser Giant Rugby Ball ist das erste Mal in Neuseeland zu sehen. Zuvor stand er schon in Paris, London, Tokyo und Sydney.

4 Kommentare 20.9.11 03:08, kommentieren

Maori Culture and White Water Rafting - A weekend of fun and education

Am Freitag war die große Eröffnungsfeier zu Ehren der Rugbyweltmeisterschaft 2011 in Neuseeland. Der Hafen wurde für die Menschenmassen gesperrt und große Leinwände wurden über die Straßen gespannt, um das 1. Rugbyspiel an der Queens Wharf anzuschauen. Auckland ist für große Menschenanstürme einfach nicht ausgerüstet, was man hier wieder gemerkt hat. Nach dem Spiel ist gleich mal das halbe Zugsystem zusammengebrochen, die Busse waren voll oder hatten Verspätung und es gab quasi keine Chance aus der Stadt wieder nach Hause zu kommen. Da mir das schon vorher klar war, habe ich mir das auch nicht angetan. Meine Gasteltern wollten in ein Pub in der Stadt gehen und deshalb hatte ich vorgeschlagen etwas mit Charles zu unternehmen. Zunächst waren wir auf einer kleinen Rugbyfeier für Kinder von einem seiner Schulfreunde. Danach sind wir alle auf den Mount Hobson, um uns das Feuerwerk anzuschauen. Man hatte eine super Aussicht, es gab fast kein Gedränge und danach waren wir auch wieder schnell zu Hause. Das Highlight des Feuerwerks waren 4 Kiwis, die durch mehrere gelbe Feuerwerkskugeln dargestellt wurden. Ein weiterer Grund nicht in die Stadt zu gehen, bestand darin, dass ich einen zweitägigen Trip nach Rotorua gebucht hatte. Um 9 Uhr Samstags Morgens ging es von der Stadt aus los. Vera, eine ausgewanderte Deutsche, leitet ein paar kleine Trips vom Pukeko Au Pair Club, die man buchen kann. Mit einem kleinen Bus ging es also Richtung Rotorua. Zunächst hatten wir 2 kurze Fotostops. Einmal an der großen L&P Flasche (Lemon and Paeroa, eine neuseeländische Limonadensorte) in Paeroa und einmal an einer überdimensionalen Kiwi in Te Puke. Danach ging es zum Mount Maunganui, der direkt in der Bay of Plenty liegt. Die Maori erzählen sich die Geschichte, dass dieser Berg einmal mit anderen großen Bergen in einiger Entfernung stand. Jedoch waren ihm die anderen Berge zu eingebildet. Deshalb beschloss er, sich von ihnen abzuwenden. Er rief also Feen herbei, die ihn ins Meer ziehen sollten, worin er versinken wollte. Jedoch vertragen diese Feen kein Sonnenlicht, weshalb sie ihn auf halbem Weg verlassen mussten. Deshalb steht er auf seinem heutigen Platz, direkt an der Küste. Er hat auch den Namen: Berg ohne Namen, da er so vereinzelt dasteht. Geologisch gesehen, ist er ein Überrest eines Vulkanausbruchs, vor ca. 4,3 Mio Jahren. Wir hatten 1 Stunde Zeit, um uns am Strand aufzuhalten und etwas zu Mittag zu Essen. Auch dieser Strand hatte unzählige Muscheln, aus denen ich mir 4 als Souvenir ausgesucht habe. Daraufhin ging es nach Maketu. Wir sollten theoretisch im Marai (Gemeindehaus oder Versammlungsort) des Dorfes schlafen, jedoch hatte sich Freitags ein Todesfall ereignet und der Tradition nach, wird der Leichnam im Marai aufgebahrt und die Angehörigen schlafen mit ihm 3 Nächte darin. Deshalb wurde uns ein Sommerferienhaus in diesem Ort zur Verfügung gestellt, mit super Ausblick auf Strand und Meer. Zunächst wurde für uns eine Art Begrüßungszeremonie (Powhiri) abgehalten. Durch Maorigesang wurden wir zuerst aufgerufen. Wir Mädels mussten hinter unserer Führerin (Vera) hinter das Haus gehen. Im Garten hatten sie zwei Reihen von Stühlen aufgestellt, die sich gegenüber standen. Wir stellten uns vor unsere Stühle und zusammen setzten sich beide Gruppen. Uns gegenüber saß eine Maorifamilie , die in diesem Dorf lebt. Durch die Zeremonie nehmen sie uns quasi in ihre Familie auf und wir gehören damit dazu. Zunächst folgte eine kleine Begrüßung des Familienältesten auf Maori und dann auf Englisch. Danach wurde ein Gebet auf Maori gesungen. Wir sangen im Gegenzug 3 Strophen des Liedes “Danke”, dass man aus dem Gottesdienst und aus der Schule kennt. Danach ging es in einer Reihe zu den Familienmitgliedern und es man bekam von jedem einen Wangenkuss. Der berühmten Nasenkuss wird nur bei Männern angewendet. Durch diesen Kuss teilt man ein Stück seiner Seele mit der Seele des anderen. Darauf folgte ein 2. Gebet auf Maori. Normalerweise wäre die Zeremonie im Marai durch den Dorfältesten durchgeführt worden, doch durch den Trauerfall ging dies nicht. Das Prinzip ist jedoch dasselbe. Vera erzählte, dass der Dorfälteste sehr streng am Protokoll festhält und in der Zeremonie keine Frauen sprechen dürfen. Somit konnten wir etwas davon abweichen und Vera konnte die Begrüßung erwidern. Anschließend gab es einen kleinen Rundgang durch einen Einheimischen zum Strand, zu einem anderen Marai, zu einer anglikanischen Kirche und auf einen Hügel, um den Sonnenuntergang zu betrachten. Der Geschichte nach ist Maketu die älteste Maorisiedlung und der Landungspunkt des Kanus Te Arawa, mit dem die Besiedlung der Maori ab dem 14. Jahrhundert stattfand. Während unseres Rundgangs wurde uns von der Familie ein Hangi zubereitet. Hangi ist das traditionelle Kochen der Maori im Erdofen. Dazu wird ein Loch gebuddelt, es werden heiße Steine hineingelegt und das in Tücher eingewickelte Fleisch. Danach wird das Ganze wieder vergraben. Dazu gab es Kumara (Süßkartoffel), Speisekartoffeln und Pumpkin (Kürbis). Danach haben wir uns zusammen auf einer großen Leinwand das Rugby-WM-Spiel England vs. Georgien angeschaut. Als Überraschung gab es sogar noch ein kleines Feuerwerk. Man hat sich gefühlt, als ob man mit alten Freunden einen schönen Abend verbringt, und nicht mit Menschen, die man erst seit ein paar Stunden kennt. Die Freundlichkeit dieser Menschen ist echt, nicht gespielt. Das merkt man sofort. Da das Ganze in der Garage stattfand, gab es nach dem Essen natürlich noch Decken für die verfrorenen Au Pairs und in unserem Zimmer wurde ein kleiner Ofen entzündet. Sonntags nach dem Frühstück wurde noch einmal eine Verabschiedungszeremonie gehalten, in der wieder von beiden Parteien gesungen wurde. Wir bekamen auf Maori Viel Glück für unsere weitere Reise und unseren Aufenthalt in Neuseeland gewünscht und wir bedankten uns für die Gastfreundlichkeit. Danach gab es wieder Küsse und Umarmungen und wir wurden mit den Worten entlassen: “ Ihr wisst ja wo wir wohnen!” . Somit machten wir uns auf den Weg nach Rotorua. Dort gab es eine kleine Stadtführung mit Stopps am berühmten Badehaus im Government Gardens und den Hot Springs (heißen Quellen) im Park, die in verschiedenen Farben geblubbert haben, je nachdem, welches Element darin gelöst ist. Rotorua ist bekannt für seine heißen Quellen und den dazugehörigen Schwefelgeruch in der ganzen Stadt. Danach ging es weiter zu einer alten Maorikirche (die Maori wurden schon früh von den Siedlern bekehrt). In dieser Kirche gibt es ein Fenster mit der Abbildung Jesus, der einen Maorihäuptlingsmantel trägt. Das Fenster ist Richtung Meer gerichtet und von der Kirchenbank sitzend sieht es so aus, als ob Jesus auf dem Wasser läuft. Zum Schluss ging es noch zum Lake Rotorua, auf dem man schwarze Schwäne sehen kann. Da es leider an diesem Tag nur geregnet hat, sind wir jedoch nicht aus dem Auto ausgestiegen. In der Mitte des Lake Rotorua liegt eine kleine Insel mit dem Namen Mokoia. Dazu gibt es auch eine sehr schöne Geschichte und das Lied “Pokarekare Ana”, das uns von den Maori während der Abschlusszeremonie gesungen wurde. “Die schöne Jungfrau Hinemoa lebte einst am Ufer des Sees. Sie war die Tochter eines wichtigen Stammesanführers und deshalb war es Aufgabe des Stammes einen Ehemann für sie auszuwählen. Bei einer Versammlung sah Hinemoa Tutanekai, der auf der Mokoia-Insel wohnte. Sie verliebte sich in ihn, und er sich in sie. Doch es gab für die beiden keine gemeinsame Zukunft, denn Tutanekai war von zu geringer Klasse und kam nicht als Ehemann in Frage. Der traurige Tutanekai saß auf seiner Insel und spielte betrübte Lieder auf seiner Flöte, die zur elenden Hinemoa hinüber drifteten. Eines Nachts bastelte Hinemoa sich einen Rettungsring aus leeren Kürbisflaschen und schwamm den Flötentönen entgegen. Sie erreichte die Insel und ging als erstes zu dem heißen Pool, um sich aufzuwärmen. Sie traf dort auf Tutanekais Sklaven, der Wasser holen sollte. Hinemoa zerbrach sein Wassergefäß. Der Sklave erzählte Tutanekai von dem Vorfall, woraufhin dieser zum Pool ging, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die Liebenden waren endlich vereint und Hinemoas Stamm akzeptierte Tutanekai als ihren Ehemann. “ Den Schluss unseres Weekendtrips bildete das White Water Rafting auf dem Kaituna River. Zunächst wurden wir natürlich mit allem ausgestattet. D.h. mit einem dicken Fleecepulli, einem Neoprenanzug, passenden Schuhen, einer Art Regenjacke, Rettungsweste und Helm. Nach einer kurzen Sicherheitsbelehrung wurden wir dann mit einem Bus zum Fluss gefahren und in 2 Gruppen auf die Boote verteilt. Wir mussten 40 Minuten paddeln und uns anhören dass wir das wie Mädchen tun. “Be strong and not like little chicks”. Aber etwas Angst darf man wohl haben, wenn es gleich den 7 m Wasserfall runter geht, dem weltweit größten kommerziellen Rafting Wasserfall! Die andere Gruppe hat sich zuerst gewagt und ist umgekippt. Daraufhin konnten wir es natürlich nur besser machen, was wir auch taten! Zum Schluss waren wir einfach nur stolz, es hat super viel Spaß gemacht und trocken waren wir unter unserem Anzug auch noch. Dafür nimmt man auch einen Tag später etwas Muskelkater in Kauf. Nach unserer Rückkehr zum Ausgangspunkt gab es von Vera noch Kaffee, Tee und Kekse zum Aufwärmen und dann ging es schon wieder zurück nach Auckland.

3 Kommentare 12.9.11 09:57, kommentieren

Manchmal hat man es schon nicht leicht

Es klappt nicht immer alles wie am Schnürrchen. Erst recht nicht als Au Pair in Neuseeland. Es geschehen Verwechslungen, Missgeschicke und allerhand Sonstiges.

Gestern war mal wieder einer dieser Missgeschicktage. Unsere Haustür hat einen Drehknopf, den man von innen drücken muss, um die Türe abzuschließen. Sehr einfach, sehr praktisch.

Nun wollte ich gestern den Mülleimer entleeren und als ich zurück zur Haustür gekommen bin, war diese verschlossen. Nein, ich hatte nicht versehentlich den Knopf gedrückt. Nun stand ich also da, ohne Schlüssel und ohne Handy. Meine Gasteltern von der Arbeit nach Hause zu holen, um mir die Tür aufzuschließen, wäre natürlich super peinlich gewesen, mal davon abgesehen, dass ich erstmal bei einem Nachbar klingeln hätte müssen und die Handynummern meiner Gasteltern nicht im Kopf habe. "Glücklicherweise" kann ich nachts mit frischer Luft am Besten schlafen, d.h. ich hatte vorher mein Fenster zum Lüften geöffnet. Also bin ich um das Haus herumgelaufen, um festzustellen, dass ich unmöglich dort oben drankomme. Also habe ich mir einen Gartenstuhl geschnappt und vor mein Fenster gestellt. Auf der Rückenlehne balancierend habe ich es dann schließlich nach ein paar Versuchen geschafft in mein Fenster zu klettern. Es war nicht einfach und sehr nervig. Ich bin nur froh, dass mich kein Nachbar gesehen hat! Zum Glück ist unter dem Fenster nur ein kleiner Baum gepflanzt worden! Meine Gastmutter hat mir dann später erzählt, dass sie vorher einen Busch dort hatten, aber anscheinend hat mal jemand eine andere Person in und aus seinem Fenster geschmuggelt. Das hat dann der Busch nicht überlebt. Soviel also dazu....

 

2 Kommentare 9.9.11 04:25, kommentieren