Urlaub auf den Cook Islands

Ein weiterer positiver Aspekt, der für Neuseeland spricht: Man hat die Südsee quasi vor der Haustüre. Die normalen Urlaubsziele der Neuseeländer sind Fiji, Samoa, Vanuatu, Tonga und natürlich die Cook Inseln. Nach gewissenhafter Abwägung hatte ich mich letztlich entschieden meinen 1. Urlaub auf der Hauptinsel Rarotonga der Cook Islands zu verbringen. Am Freitag Abend bin ich also um 19:15 in Auckland losgeflogen und 3 ½ h später Freitag Morgen um 0:10 in Rarotonga angekommen. Da ich die Datumsgrenze überschritten hatte, hatte ich somit 2 Freitage und meine 8-Tage-Woche. Das war wirklich nicht schlecht! Der Flughafen bestand aus 1 Halle, in der Passkontrolle, Gepäckband und Gepäckkontrolle Platz fanden. In der Mitte saß ein Einheimischer mit Hut und Gitarre und hat ein Willkommensständchen für die Touristen gespielt bzw. gesungen. Für meinen Aufenthalt hatte ich ein Zimmer in einem Hostel gebucht, von dem mich auch eine Mitarbeiterin vom Flughafen abgeholt hat. Da es zu diesem Zeitpunkt dunkel war, konnte ich leider nicht sehr viel während der 15-minütigen Fahrt ans andere Ende der Insel sehen. Dort angekommen wurde mir mein Zimmer aufgeschlossen und ich sollte dann am nächsten Morgen ab 9 Uhr einchecken. Soweit so gut. Um meinen Eltern mitzuteilen, dass alles geklappt hat und ich gut angekommen bin, wollte ich noch schnell eine SMS an sie verschicken. Aber natürlich hatte ich keinen Empfang, weder mit O2, noch mit meinem neuseeländischen Anbieter. Da ich dagegen nichts unternehmen konnte, bin ich also erst einmal schlafen gegangen. Am nächsten Morgen habe ich im Office erst einmal eingecheckt und dann wollte ich natürlich das Meer sehen, welches ich nachts von meinem Zimmer aus schon gehört hatte. Dieses musste ich auch nicht lange suchen. Von meinem Zimmer bin ich durch den Gemeinschaftsraum gelaufen, dann 5 Meter weiter befand sich das Beach Deck, woran sich Strand und Meer angeschlossen haben. Da Muri Beach den schönsten Strand in ganz Rarotonga hat, hatte ich mir dieses Hostel ausgesucht. Wenn man sich Südsee vorstellt, dann genau so! Palmen, weißer Sandstrand, und klares türkisfarbenes Wasser. Einfach traumhaft!

 

 Am Samstag war ich dann auf dem Punanga Nui Market und habe die Waren, die die Einheimischen dort anbieten, etwas genauer unter die Lupe genommen. Dort bieten sie Muschelketten, Schwarze Cook Island  Perlen, Sarongs, Kleider, Blumenkränze, Holzartikel, Früchte, Gemüset, etc. an. An diesem Abend habe ich dann auch erstmals Kontakt zur Außenwelt aufgenommen und mit einer Telefonkarte für 10 Dollar ganze 4 Minuten in Deutschland angerufen!

Sonntags hatte ich eine Lagoon Cruise mit einem Glass Bottom Boat gebucht. Zunächst sind wir in ein Riff gefahren um zu Schnorcheln. Ich bin dabei in einen Schwarm von Butterfly-Fischen hineingeschwommen, die somit direkt vor meinem Gesicht geschwommen sind. Das war wirklich schön. Danach gab es auf einer kleinen Insel BBQ Lunch und eine Kokosnussshow. S wurden die verschiedenen Stadien der Kokosnuss erklärt, Proben verteilt und jemand ist auf zwei Palmen geklettert um für uns Kokosnüsse herunterzuwerfen. Zum Abschluss hat jeder eine kleine Krabbe bekommen und es wurde ein Krabbenrennen veranstaltet. 1. Preis eine Kokosnuss!

Montags ging es dann auf Safari Tour. Ich habe einen Wasserfall besucht, ein Marae (auf den Cook Inseln gibt es kein Versammlungshaus wie in NZ, sondern das Marae besteht nur aus einem Platz mit Steinen zum Sitzen und einem Altar um den Göttern Früchte zu opfern) und ein historischer Platz an dem wahrscheinlich die ersten Polynesier mit 7 Kanus gelandet sind um Rarotonga zu besiedeln. Danach ging es mit den Jeeps in die Berge um eine tolle Aussicht auf die Insel zu haben. Während dieser Fahrt konnte ich leider keine Bilder machen, da ich meine beiden Arme gebraucht habe um mich festzuhalten. Unsere Fahrbahn konnte nicht als Straße bezeichnet werden, Weg oder Pfad wäre auch noch zu viel.

In der Nähe meiner Unterkunft gab es das Te Vara Nui Village. Dort hatte ich meinen letzten Ausflug gebucht. Um 17 Uhr ging dort die Führung durch das Dorf los. Dieses ist durch zwei große Tore verschlossen. Jemand aus unserer Gruppe wurde ausgewählt um einige Worte auf Maori zu sprechen und sich als Krieger auszuweisen, damit uns die Tore geöffnet wurden. Die Einheimischen trugen die traditionelle Kleidung und führten uns im Dorf herum. Es wurde wieder die Besiedlungsgeschichte durch die Polynesier erzählt, es gab ein Marae (wieder “nur” ein Versammlungsplatz), eine Medizinerhütte (mit “Kostproben&rdquo und uns wurde die Kunst des Fischens, die traditionelle Kleidung, Schmuck ,die Flechtkunst und die Übermittlung von Zeichen durch verschiedene Klänge von Instrumenten vorgestellt. Natürlich gab es auch wieder eine Kokosnussshow. Danach gab es ein Buffet, wobei  alle Tische um eine kleine Insel, die sich im Wasser befand, angeordnet waren. Auf dieser Insel fand dann später die Over Water Night Show statt. Es wurde die Geschichte von einem Häuptling und seiner Tochter erzählt, die verheiratet werden sollte. Dazu gab es verschiedene Tänze, z.B. auch einen Feuertanz. Das Ganze wurde noch musikalisch live begleitet. Die traditionellen Tänze waren wirklich toll und die Atmosphäre hat natürlich auch ihren Teil dazu beigetragen.

Ansonsten habe ich die Zeit meistens auf dem Beach Deck verbracht, mein Buch gelesen, mich gesonnt, bin schwimmen gegangen und  habe den Wellen in der Ferne zugeschaut, die auf dem Riff aufgeschlagen sind.

Ich kann also sagen der Urlaub hat sich wirklich gelohnt. Ich hatte meistens super Wetter, habe viele nette Leute kennengelernt, mit denen ich meine Abende verbracht habe und den Strand hatte man fast für sich alleine. So etwas wie Massentourismus gibt es dort nicht, wobei das auf dieser kleinen Insel auch nicht möglich wäre. Wenn man am Strand entlangläuft fühlt man sich wirklich etwas wie Robinson Crusoe.

Wenn man sich dann langsam eingewöhnt hat, geht es dann bald auch schon wieder nach Hause - also zurück nach Neuseeland. Donnerstags um 17:30 Uhr bin ich losgeflogen und 4 h 15 min später, Freitags um 21:00 Uhr in Auckland angekommen. Ab Montag sind Schulferien, d.h. ich bin nun für die nächsten 2 Wochen voll im Einsatz!



10.10.11 10:49

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Annette (10.10.11 17:24)
Du hast sicher noch mehr zu berichten !!
Freu mich schon

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